www.olawsky.de/Schlesien/ahnforsch/index-or.html (ohne Rahmen)



English version without frames (incomplete)
Deutsche Version mit Rahmen (die Darstellung mit Rahmen ist übersichtlicher!)


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Erste Schritte
2. Kirchenbücher
3. Standesregister
4. Unterlagen der WASt
5. Bestände des Bundesarchivs
6. Unterlagen des Krankenbuchlagers
7. Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes
8. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
9. Personalakten der Reichsbahn
10. Adreßbücher
11. Telefonbücher
12. Quellen im Internet
13. Diverse Quellen

Schlußbemerkung



Welche Daten und Informationen sind wichtig?

Im Prinzip ist jede Information wichtig. An erster Stellen stehen aber die Daten der Geburt, der Hochzeit und des Todes (kurze Anmerkung hierzu: die Kirchenbücher sind nach Taufdatum bzw. Tag des Begräbnisses geordnet, nicht nach Geburts- oder Sterbetagen). Wichtig ist dann, die einzelnen Informationen/Daten durch Schriftstücke (Kopien aus den Standesregistern/Kirchenbüchern, Stammbücher,...) zu belegen. Aber Vorsicht: Auch diese Schriftstücke können Fehler enthalten. Bei mir ist ein derartiger Fehler im Stammbuch meines Großvaters vorgekommen. Der Fehler wurde durch Vergleich mit zwei weiteren Stammbüchern aufgedeckt, aber wieviele Fehler bleiben unerkannt!?

An zweiter Stelle sind natürlich auch andere Daten interessant, die sich auf das Leben des Vorfahren beziehen. Hierbei kann es sich um Beruf, verschiedene Wohnorte, Wehrdienst, etc. handeln. Es geht also darum, den Stammbaum "mit Leben zu füllen". Manchmal helfen auch Erzählungen (Familienlegenden) weiter. Man sollte aber nicht alles für bare Münze nehmen, sondern die Dinge kritisch beleuchten und mit Vorsicht in dieser Richtung weiterrecherchieren.
Meine Mutter erzählte mir zum Beispiel, ihre Großmutter (Margarete geb. Lukosz) habe ihr gesagt, daß ihr Vater Schuhmacher in Peiskretscham gewesen sei. Allerdings konnte sich keiner meiner Peiskretschamer Verwandten und Vorfahren an einen Schuhmacher Lukosz erinnern. Ich fand außerdem heraus, daß ihr Vater Schneidermeister in Beuthen gewesen ist.

War es also nur eine Legende ohne Wahrheitsgehalt?
Nein, denn ich fand heraus, daß die Mutter meiner Urgroßmutter in Peiskretscham geboren ist. Auf ihrem Sterbeeintrag fand ich dann die Information, daß deren Vater Schuhmacher in Peiskretscham war. Nicht der Vater meiner Urgroßmutter war also jener "legendäre" Schuhmacher gewesen, sondern ihr Großvater mütterlicherseits.

Überhaupt sind Geschichten der Eltern und Großeltern nicht uninteressant. Selbst wenn keine Daten genannt werden, so sind diese Familiengeschichten ein wichtiger Bestandteil der Familiengeschichte.


Wie beginne ich meine Forschung?

Bevor man sich an andere Familienforscher, Archive oder Ämter wendet, sollte man erst einmal seine "Hausaufgaben" machen. Dazu zähle ich die Auswertung von Dokumenten, die im engsten Familienkreis vorhanden sind, wie Stammbücher, Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden, Pässe etc.

Den "engsten" Familienkreis kann man nach und nach weiter fassen und auch Verwandte anschreiben und ausfragen. Dabei sollte man sich nicht nur auf Dokumente beschränken, sondern auch fragen, woran sich die Verwandten noch erinnern können. Oft erhält man so neue Hinweise oder kann Vermutungen anstellen (s.o.). Unter Umständen kann man sich viel Forschungsarbeit sparen, wenn man die richtigen Leute in seiner Familie fragt.

Aber Vorsicht! Man sollte behutsam vorgehen, denn in jeder Familie gibt es wohl Dinge, die unter den Teppich gekehrt werden, z.B. Scheidungen oder uneheliche Kinder. Spricht man solche Dinge nicht sensibel genug an, dann wird man bei weiteren Nachfragen auf eine Wand des Schweigens treffen.


Wie sichere ich meine Forschungsarbeit?

Natürlich möchte man sein mühsam zusammengetragenes Werk für sich und die Nachkommen sichern. Die Art und Weise der Sicherung hängt von der Art der Informtion oder des Trägers der Information ab. Geschichten, die man erzählt bekommt, schreibt man am besten auf oder gibt sie in einen Computer ein. Dokumente und Bilder kann man photokopieren oder einscannen. Um Namen, Daten und Verwandtschaftsbeziehungen übersichtlich verfügbar zu haben, bieten sich Genealogie-Programme an.
Wegen möglicher Computerabstürze, Wohnungsbrände und anderer Katastrophen sollte man auch darüber nachdenken, wo man "Sicherungskopien" hinterläßt. Computerdaten kann man zum Beispiel auf CDs brennen oder auf Zip-Disketten oder dergleichen überspielen und an verschiedenen Orten lagern. Photokopien von Dokumenten verschenke ich gerne an Verwandte, bei denen ich sie mir (sollten meine Originale einmal verlorengehen oder zerstört werden) bestimmt ausleihen kann, um mir davon wiederum Kopien zu machen.


Wie komme ich an Dokumente und Informationen über meine Ahnen?

Im folgenden sind einige Möglichkeiten genannt, wie man an Dokumente und Informationen gelangt. Ich habe jeweils dazugeschrieben, welche Erfahrungen ich mit den betreffenden Stellen, die über diese Informationen verfügen, gemacht habe. Vielleicht fühlt sich dadurch jemand mehr animiert, als wenn hier nur eine "stupide Auflistung" von Ämtern und Archiven stünde.

nach oben

1. Erste Schritte

Zu allererst sollte man anfangen, all das, was man selbst weiß und was die Eltern, Urgroßeltern und sonstige Verwandte erzählen, aufzuschreiben und zu ordnen. Dadurch verschafft man sich einen Überblick über die vorhandenen und die fehlenden Namen und Daten. In der Familie sind bestimmt auch irgendwelche schriftliche Aufzeichnungen vorhanden, die man durchforsten kann. Da gibt es zum einen Dokumente (Stammbücher, Ahnenpässe (aus dem Dritten Reich), Ausweise, Reisepässe,...), aber auch sonstiges Material, wie Briefe oder (wie in meinem Fall) ein altes Schulheft.

nach oben

2. Kirchenbücher

Die beste Quelle, um Lebensdaten der Vorfahren zu erfahren, sind wohl die Kirchenbücher. Diese reichen in Einzelfällen bis ins späte 16. Jahrhundert zurück. Durch diverse Kriege (insbesondere den 30jährigen Krieg und den 2. Weltkrieg), aber auch durch Stadtbrände etc. sind jedoch einige Kirchenbücher vernichtet worden oder verschollen.
Man kann nun zum Beispiel direkt an Kirchen bzw. Pfarrämter schreiben oder auch dort persönlich vorbeischauen. Die Latter Days Saints (LDS=Mormonen) haben viele Kirchenbücher aus den ehemals deutschen Ostgebieten mikroverfilmt. Diese Mikrofilme können in sogenannten Family History Centers (FHC) bestellt und an entsprechenden Lesegeräten angeschaut werden. Eine Mitnahme ist nicht möglich. Die anfallenden Gebühren betragen pro Film ca. 5 Euro für eine Leihfrist von drei Monaten. Eine Adreßliste der FHC findet man auf einer LDS-Internetseite. Am besten ist es, man ruft dort vorher mal an und vereinbart einen Termin. Auf einer weiteren Internetseite der Mormonen kann man nachsehen, ob und (wenn ja) welche Kirchenbücher verfilmt sind. Dieselbe Information erhält man auch in den FHC.

Im Evangelischen Zentralarchiv Berlin gibt es eine große Sammlung von evangelischen Kirchenbüchern aus den Vertreibungsgebieten.

Evangelisches Zentralarchiv Berlin
Bethaniendamm 29
D-10997 Berlin

Telefon: 030/2250450
Telefax: 030/22504540
E-Mail: archiv@ezab.de
Internet: www.ezab.de

Katholische Kirchenbücher des Bistums Regensburg sowie aus Ost- und Westpreußen aus der Zeit von etwa 1600 bis 1880 lagern teilweise im Bischöflichen Zentralarchiv Regensburg

Bischöfliches Zentralarchiv Regensburg
St. Petersweg 11-13
93047 Regensburg
Tel.: 0941/59532-2520
Fax: 0941/59532-2521
E-Mail: archiv@bistum-regensburg.de).

Mit diesen beiden Archiven habe ich allerdings noch keine Erfahrung gemacht.

Die Kirchenbucheinträge enthalten je nach Art (Tauf-, Trauungs- oder Sterbeeintrag) unterschiedliche Informationen. Im allgemeinen werden bei Taufeinträgen die Eltern mit Vor- und Nachnamen genannt, teilweise die Mutter nur mit Vornamen. In Heiratseinträgen erscheinen Vor- und Nachnamen des Brautpaares, teilweise mit Nennung der Eltern oder auch nur des Vaters. (Bei Witwen wird zudem manchmal der verstorbene Ehemann genannt). Ohne es als allgemeine Regel hinstellen zu wollen: Je älter die Einträge sind, desto unleserlicher ist die Handschrift des Kirchenbuchführenden, und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Einträge lateinisch verfaßt sind.

Hier ein paar Beispiele aus Kirchenbüchern (Photokopien von Filmen der Mormonen):

Taufeintrag von Francisca Scepanik (1782)
3.[10.1782] Francisca
Ist aus der Vorstadt des Bauers Michael Scep[anik...] Marianna Wozniczka ...

Taufeintrag von Antonia Petronella 
Nowak (1823)
(4 May 1823, Antonia Petronella
Ist aus Alt-Tarnowitz des Schneiders Thomas Nowak [von seiner] Ehe-Gattin Mariana geb. Mixa den 3 May 6 Uhr [...] gebohr. Mägdl. Namens Antonia Petronella ...)

Taufeintrag von Pauline Morawietz (1868)
in Tabellenform:
[Ort:] Oberwitz
[geboren am:] d. 22ten ab[ends] 10 [Uhr] zwei u. zwanzig
[getauft am:] 25ten
[Name des Täuflings:] Pauline
[Mutter des Täuflings:] Marianna Morawietz, Magd

nach oben

3. Standesregister

An Standesregister (die Standesämter wurden in Preußen am 1.10.1874 eingeführt) kann man auf viererlei Arten gelangen:
  1. Die Standesregister, die jünger als 100 Jahre sind (teilweise auch ältere), lagern in den polnischen Standesämtern. Die Adressen können Sie auf einer Internetseite heraussuchen. Sie können nun also direkt in den Standesämtern nachfragen oder einen Brief schicken. Letztere Variante ist jedoch recht teuer und langwierig, da die ganze Abwicklung über das polnische Konsulat läuft.

    Eine Ausnahme der oben erwähnten "100 Jahre-Regel" bilden die Standesämtern des Kreises Gleiwitz und auch Königshütte. Dies hängt mit dem begrenzten Platz in den zuständigen Staatsarchiven zusammen.

  2. Wie schon beschrieben, werden die Standesregister, die älter als 100 Jahre sind in der Regel in den zuständigen Staatsarchiven gelagert, wo sie eingesehen werden können. Um festzustellen, wo die Standesregister eines bestimmten Standesamtes sind, können Sie in der Datenbank der polnischen Staatsarchive (SEZAM) recherchieren.

    Bei "Title of Fond/Name of Creator" sollten Sie den Beginn des (polnischen) Ortsnamens eingeben. Den Beginn deshalb, weil zum Beispiel unter "Pyskowice" (= Peiskretscham) nichts gefunden wird, da in den Titeln nur "Pyskowic" oder "Pyskowicach" (Genitiv bzw. Lokativ) auftaucht. Die Endung variiert also.

  3. Neben den Originalen wurden damals auch Duplikate angelegt, die heute teilweise im Standesamt I in Berlin lagern:

    Standesamt I in Berlin
    Rückerstraße 9
    10119 Berlin

    (Musterbrief/sample letter)

    Sie können aber nur Dokumente (direkter) Vorfahren anfordern! Eine Photokopie kostete dort früher 12 DM. Man braucht neben dem Namen des Vorfahren auch den Tag und Ort der Geburt, der Hochzeit bzw. des Todes. Wenig aufwendige Suchen werden manchmal auch gebührenfrei erledigt. So wußte ich von meinem Urgroßvater nur, daß er 1927 oder später gestorben ist. Seine Sterbeurkunde wurde mir trotzdem zum normalen Tarif (12 DM) zugeschickt. (Er starb übrigens erst 1930). Nach einer weiteren Anfrage nach Personen, die "irgendwann zwischen 1900 und 1930 vermutlich in Beuthen/OS" gestorben sind, bekam ich allerdings die Antwort, daß kein Namensregister existiere, so daß Auskünfte nur gegeben werden könnten, wenn der Ort und Zeitpunkt genau bekannt seien.

    Es existiert auch eine Art Index (Standesregister und Personenstandsbücher der Ostgebiete im Standesamt I in Berlin), in dem die in Berlin vorhandenen Standesregister aufgelistet sind. Inwiefern dieser vollständig und fehlerfrei ist, kann ich nicht sagen. Man sollte sich auch nicht in die Irre führen lassen, wie es mir hätte passieren können: Im Geburtsort meiner Ururgroßmutter (Karf/OS) gab es zwar ein Standesamt (Karf bzw. Bobrek-Karf), ihre Geburt wurde jedoch im nahegelegenen Standesamt Mechtal/Miechowitz registriert. Wäre der betreffende Jahrgang (1890) des Geburtsregisters von Karf bzw. Bobrek-Karf nicht vorhanden gewesen, hätte ich vermutlich gar nicht nach dem Geburtseintrag gefragt, obwohl dieser in Berlin vorhanden ist. Prinzipiell sollte man daher den Geburtsort angeben und nicht das (vermeintlich) zuständige Standesamt.

  4. Schließlich haben auch die Mormonen manche ältere Standesregister verfilmt. Auf einer Internetseite der Mormonen kann man nachsehen, ob und (wenn ja) welche Standesregister verfilmt sind. Dieselbe Information erhält man auch in den FHC. (Näheres zu den Mormonen findet man auch unter "2. Kirchenbücher")


Meine Erfahrungen:

Auf dem Standesamt in Peiskretscham bekam ich beglaubigte Abschriften von Einträgen meiner Vorfahren. Photokopien wollte man mir leider nicht anfertigen.

In Gleiwitz, Beuthen O/S und Königshütte erhielt ich anstandslos Photokopien - meist mit dem Hinweis, daß diese im Gegensatz zu den Abschriften keinerlei juristische Relevanz besitzen. Im Gegensatz zum Standesamt I in Berlin erhält man in Schlesien auch Kopien von Dokumenten von Verwandten, die keine (direkten) Vorfahren sind. Ob dies allerdings überall so gehandhabt wird, kann ich nicht sagen.

Ein anderes Mal wandte ich mich schriftlich an das Standesamt in Guben (Brandenburg), wo man mir mitteilte, daß die Unterlagen aus der Zeit vor 1945 im Staatsarchiv in Grünberg (Zielona Gora) lagerten. Dort spräche man auch deutsch. Auf eine kürzlich an das Staatsarchiv in Zielona Gora gerichtete Anfrage kam die Antwort, daß erst 55 DM überwiesen werden müßten; nach Eingang der Zahlung würde man mit der Suche beginnen.
Das Lesen kann eventuell noch einige Schwierigkeiten bereiten, da die Schriftstücke in der altdeutschen Handschrift verfaßt sind. Trotzdem sollte man explizit Photokopien verlangen und keine Abschriften!

Wo sind die Unterschiede zwischen den Original-Standesregistern in Schlesien, den Duplikaten im Standesamt I in Berlin und Abschriften von Standesregistern?

Wendet man sich an das Standesamt I in Berlin oder ein Standesamt in Schlesien, so sollte man möglichst Photokopien (polnisch: ksero) verlangen - auch, wenn man die alte deutsche Handschrift nicht lesen kann. Wer garantiert einem denn, daß die Standesbeamten alles richtig lesen können? In Peiskretscham zum Beispiel bekam ich nur Abschriften, wobei ich der Standesbeamten manche Namen und Einträge vorlesen und buchstabieren mußte. Außerdem tauchen in den Abschriften nicht nur Schreibfehler auf, auch falsche Zuordnungen von Personen können vorkommen. In Peiskretscham wurden in der Abschrift des Sterbeeintrages meiner Urgroßmutter nicht ihre Eltern, sondern ihre Schwiegereltern aufgeführt.

Abschriften haben - neben Fehlern der Standesbeamten - noch einen weiteren großen Nachteil: Sie enthalten nicht alle im Originaldokument aufgeführten Informationen, sondern nur die, nach denen im Formular gefragt wird.

Als Beispiel führe ich hier den Text eines Heiratseintrages an, in dem die in der Abschrift enthaltenen Informationen blau geschrieben und die Informationen, die nicht enthalten sind, rot geschrieben sind:

Bismarckhütte, am zehnten Mai tausend neunhundert und neun

Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschienen heute zum Zwecke der Eheschließung:
  1. der Rangierer Karl Paul Famulla, der Persönlichkeit nach bekannt, katholischer Religion, geboren am achtzehnten November des Jahres tausend achthundert vier und achtzig zu Ober-Heiduk, wohnhaft in Bismarckhütte, Bahnhofskolonie 5, Sohn des in Bismarckhütte verstorbenen Kutschers Peter Famulla und dessen Ehefrau Pauline geborenen Kollenda, wohnhaft in Bismarckhütte,
  2. die unverehelichte Marie Struzyna, ohne Beruf, der Persönlichkeit nach bekannt, katholischer Religion, geboren am dreißigsten Oktober des Jahres tausend achthundert und neunzig zu Karf, Kreis Beuthen O/S, wohnhaft in Bismarckhütte, Roonstraße 11, Tochter des Schmelzmeisters Karl Struzyna und dessen Ehefrau Pauline, geborenen Morawietz, beide wohnhaft in Bismarckhütte.

    Als Zeugen waren erschienen:

  3. der Hammerführer Viktor Hadasch, der Persönlichkeit nach bekannt, 20 Jahre alt, wohnhaft in Bismarckhütte,
  4. der Maschinenwärter Franz Famulla, der Persönlichkeit nach bekannt, 27 Jahre alt, wohnhaft in Bismarckhütte.
Man sieht, daß (natürlich) die wichtigsten Informationen enthalten sind (Namen, Namen der Eltern etc.), aber viele kleine Details auf der Strecke bleiben: Bislang bin ich nur auf die Unterschiede zwischen einer Abschrift und dem Original/Duplikat eingegangen. Doch auch zwischen Original und Duplikat gibt es (wenn auch geringe) Unterschiede. Die Inhalte von Original und Duplikat stimmen zwar Wort für Wort überein, jedoch enthält das Original die Originalunterschriften, während im Duplikat die Namen vom Standesbeamten abgeschrieben wurden. Anhand der Originalunterschrift kann man sehen, wie der Besitzer des Namens sich geschrieben hat (teilweise stimmt der Schreibweise in der Unterschrift nicht mit der im darüberstehenden Text überein; manche "unterkreuzen" auch das Dokument, da sie "des Schreibens unkundig" sind - so gesehen im Staatsarchiv Oppeln).

Während also die Inhalte der Dokumente übereinstimmen, so gilt das nicht für nachträgliche Ergänzungen, die nur im Original vorgenommen worden sind. So enthält der oben angeführte Heiratseintrag eine weitere Information:

"1. Ehe geschl. 6.1.40 in Beuthen O/S Tochter Marie Pauline F. St.A. Beuthen O/S Nr. 10/40."

Schon aus dem Heiratseintrag erfährt man also, daß Karl Paul Famulla und Marie Struzyna später eine Tochter namens Marie Pauline hatten, und wann diese in Beuthen geheiratet hat.

Solche Ergänzungen müssen nicht in den Originaldokumenten auftauchen, aber sie kommen doch relativ häufig vor. Unter manchen Heiratseinträgen fand ich Hinweise auf fünf oder mehr weitere Einträge. Auch Geburts- und Sterbeeinträge enthalten derartige Hinweise.

Folgendes bleibt also festzuhalten:
  1. Nach Möglichkeit immer Photokopien verlangen (keine Abschriften).

  2. In den schlesischen Standesämtern (oder den Staatsarchiven) sollte man sich Photokopien von den Original-Dokumenten anfertigen lassen, selbst wenn man schon Photokopien vom Standesamt I in Berlin erhalten hat. Sie können weitere Informationen enthalten.


nach oben

4. Unterlagen der WASt

Informationen über ehemalige Wehrmachtsangehörige kann man von der WASt (Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht) bekommen.

Deutsche Dienststelle (WASt)
Eichborndamm 179
13403 Berlin

Eventuell muß eine Einverständniserklärung der betreffenden Person oder nach deren Tod des nächsten Verwandten (im Falle meines Großvaters mütterlicherseits war dies meine Mutter) mit- bzw. nachgeschickt werden.
Knapp vier Monaten nach meiner Anfrage bekam ich folgende Informationen zugesandt:

Über seinen weiteren Verbleib ist der Deutschen Dienststelle nichts bekannt. Für diese Informationen wurde mir eine Gebühr von 31 DM in Rechnung gestellt. Mit den erhaltenen Daten habe ich mich als nächstes an den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes und den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gewandt.
Auf eine Anfrage, die sich auf meinen Urgroßvater Johann Karl Ptok bezog, der im 1. Weltkrieg gefallen ist, bekam ich die Antwort, daß keine Aufzeichnungen über ihn vorlägen. Die Anfrage wurde von der WASt an das Krankenbuchlager weitergeleitet. Ich habe aber wenig Hoffnung, daß dort etwas zu finden ist. Ich denke, daß mir hier der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge weiterhelfen wird.

nach oben

5. Bestände des Bundesarchivs

"Das Bundesarchiv [besitzt] Unterlagen, die bei zentralen des Deutschen Bundes (1815-1866), des Deutschen Reiches (1867/71-1945), der Besatzungszonen (1945-1949), der Deutschen Demokratischen Republik (1949-1990) und der Bundesrepublik Deutschland (seit 1949) entstanden sind."
Das Bundesarchiv gliedert sich in verschiedene Abteilungen, die sich in befinden.

Ich habe mich bisher immer nach Berlin gewandt:

Bundesarchiv
Finckensteinallee 63
12205 Berlin

Während eine Anfrage bzgl. Unterlagen der Reichsbahn erfolglos blieb, so bekam ich in bezug auf die Beendigung der SA-Mitgliedschaft eines Vorfahren im Jahre 1935 seine Seite aus dem "Warnbuch der SA" (kostenlos) zugesandt. Darin enthalten waren die Gründe seines Ausschlusses, wobei in meiner Familie erzählt wird, daß er aus Verärgerung selbst ausgetreten ist. (Über die Gründe seiner Verärgerung ist mir nichts bekannt.)

nach oben

6. Unterlagen des Krankenbuchlagers

Im Krankenbuchlager in Berlin werden verschiedene Unterlagen zu krankmeldungen und Verletzungen etc. von Soldaten des ersten und zweiten Weltkrieges gelagert. Die Adresse lautet:

Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin
Abt. IV-Ref. F Krankenbuchlager
Wattstraße 11-13
13355 Berlin

Mit diesem dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales untergeordneten Archiv habe ich zwei unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Meine Anfrage nach Unterlagen über meinen Großvater, der im ersten Weltkrieg war, blieb erfolglos: Zwar konnte ich den Archivaren von den drei Verwundungen, die mein Großvater väterlicherseits im 1. Weltkrieg erlitten hat, erzählen (inklusive Einsatzort, Jahr und Art der Verwundung). Dies alles reichte ihnen aber nicht aus. Sie wollten die genaue Lazarett-Bezeichnung (z.B. Reservelazarett, Kriegslazarett, Feldlazarett einschl. Teillazarett, Abteilung, Station) und die genaue Behandlungszeit (z.B. Aufnahme-, Entlassungs- bzw. Verlegungsdatum einschl. Verlegungsort) wissen. All diese Fakten wußte ich jedoch nicht. Vielmehr wollte ich gerade diese Dinge ja eigentlich vom Krankenbuchlager erfahren!

Nun stellte ich im November eine Anfrage an die WASt, die dort erfolglos blieb und ans Krankenbuchlager weitergereicht wurde. Von dort bekam ich (nach zwischenzeitlicher Aufforderung, 50 DM für gefundene Unterlagen zu überweisen) folgende Auskünfte:
Name Vorname Geburtsdatum Geburtsort
Struzyna Karl 08.02.1898 Bismarckhütte
Diensteintritt: 16.12.1914
24.09.1915 als Kriegsfreiwilliger der 12. Komp. Res. Gren. Rgt. 100 erkrankt in das Etappenlazarett B., Rethel,
01.10.1915 zur Truppe,
Beruf: Stahlhärter
Familienstand: ledig
Angehörige: Vater: Karl, Schmelzemeister, Bismarckhütte

Soweit das eine Blatt. Auf Blatt 2 befindet sich der "Beglaubigte Auszug aus den Deutschen Verlustlisten (Erster Weltkrieg)":

Ausgabe 1015 vom 16.6. 1916 Seite 12954
Sächs. Verlustliste Nr. 291
Truppenteil Grenadier-Reserve-Regiment Nr. 100, 12. Komp.
Text: STRUZYNA, Karl, Bismarckhütte, gefallen

Bei dieser zweiten Anfrage hatte ich dem Krankenbuchlager kaum Informationen liefern können, da ich gerade mal den Geburtstag und -ort und das Sterbedatum und -ort ("bei Verdun") wußte. Trotzdem konnten in diesem Falle Informationen gefunden werden, im Gegensatz zur ersten Anfrage, die trotz meiner (mehr oder weniger) detailierten Angaben erfolglos geblieben war.

nach oben

7. Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes

Das Deutsche Rote Kreuz hat nach dem Zerfall der Sowjetunion Zugang zu Dokumenten erhalten, die Auskunft über gefallene und damals internierte Wehrmacht-Soldaten enthalten.

Deutsches Rotes Kreuz
Generalsekretariat
Suchdienst München
Chiemgaustraße 109
81549 München

Telefon: 089/680773-0
Telefax: 089/68074592
e-mail: DRK-Suchdienst-Muenchen@t-online.de

Näheres kann man auch auf der Homepage des Suchdienstes erfahren. Leider konnte mir der Suchdienst bisher keine Einzelheiten über den Verbleib meines im 2. Weltkrieg vermißten Großvaters mitteilen. Da aber neuerdings viele Archive in der ehemaligen Sowjetunion erstmals für das Rote Kreuz zugänglich gemacht wurden, findet sich vielleicht dort etwas. Meine Adresse wurde jedenfalls notiert, so daß ich wohl informiert werde, sobald Informationen über meinen Großvater vorliegen.

nach oben

8. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sorgt für Friedhöfe, auf denen gefallene deutsche Soldaten liegen. Noch heute werden von ihm Soldatenfriedhöfe in der ehemaligen Sowjetunion angelegt, da erst jetzt Aufzeichnungen über Massengräber zugänglich gemacht wurden.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Abteilung Gräbernachweis
Werner-Hilpert-Straße 2
34112 Kassel

Es existiert dort eine Datenbank, in der unter anderem sämtliche Namen der bestatteten Soldaten verzeichnet sind, deren Gräber von der Kriegsgräberfürsorge gepflegt werden. Man kann auch online einen Suchauftrag stellen oder in der (sich noch im Aufbau befindenden) Online-Datenbank nach Anghörigen suchen. Recht neu ist die Aktion "Letzte Hoffnung". Hier können Suchanzeigen aufgegeben und gelesen werden.

Informationen über meinen Urgroßvater Johann Karl Ptok, der am 11.11.1915 bei Lissowo gefallen ist (also nicht vermißt gemeldet wurde), habe ich leider nicht erhalten.

nach oben

9. Personalakten der Reichsbahn

Interessant können auch Personalakten der Reichsbahn sein. Allerdings ist es nicht leicht, diese nach so vielen Jahren noch irgendwo aufzustöbern. Ich bekam den Tip, es einmal im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz zu versuchen. Ein Brief dorthin wurde innerhalb von 14 Tagen beantwortet.
...einschlägige Unterlagen bzw. Personalakten über die in Ihrem Schreiben aufgeführten Personen ließen sich hier, insbesondere in der Eisenbahnabteilung (I. HA Rep. 93 E) des Bestandes Ministerium der öffentlichen Arbeiten sowie in der XVII. HA Schlesien, nicht ermitteln.
Empfohlen wurden mir dann noch das Bundesarchiv und die Zentrale Personalaktenstelle der Bahn, an die ich dann die gleiche Anfrage gesandt habe.

Zentrale Personalaktenstelle der Bahn
Bundeseisenbahnvermögen
Außenstelle Hamburg
Zentralaktei Osten
Herrn Braunschweig
Museumstraße 39
22765 Hamburg

Von dieser Stelle, d.h. von Herrn Braunschweig, der sich persönlich für den Erhalt des Aktenbestandes eingesetzt hat, bekam ich nach einem Jahr Antwort. Es wurde mir zwei Kopien aus einem Oppelner Eisenbahnerblatt mitgeschickt, in denen Listen mit Beförderungen veröffentlicht waren. Es handelte sich bei den Kopien um zwei Beförderungen eines Bruders meines Großvaters. Zum anderen wurde mir mitgeteilt:

Des weiteren besitzen wir eine Karteikarte zu einem G... Olawsky. Diese Karte sollten alle aus dem Osten vertriebenen Eisenbahner an die sog. "Abwicklungsstelle" schicken. Sie sagt aus, daß der Reichsbahnbetriebswart G... Olawsky, *xx.xx.1910 ursprünglich bei der Güterabfertigung Breslau West war und nach dem Krieg [...] bei der Güterabfertigung Zeitz [eingesetzt wurde]. In Zeitz wohnte er in der ...straße 30. Diese Ende der 40er Jahre uns zugesandte Karte ist der letzte Hinweis auf G... Olawsky.
(Da ich bisher noch keinen Nachweis erbringen konnte, daß es sich bei jenem G. Olawsky um einen Verwandten handelt, habe ich seine persönlichen Daten teilweise "anonymisiert". Mit Nachfahren dessen Bruders stehe ich in Verbindung.)

nach oben

10. Adreßbücher

In größeren Städten existierten Bürgerbücher und später Adreßbücher, in denen die Einwohner (bzw. die Haushaltsvorstände) nach Nachnamen aufgelistet wurden. Neben dem Nachnamen sind auch Vorname, Beruf, Straße und Hausnummer aufgelistet.
Man kann anhand dieser Daten nicht nur die genaue Adresse ermitteln, sondern kann auch, wenn man mehrere verschiedene Jahrgänge der Adreßbücher zur Verfügung hat, nachsehen, ab wann ein Name nicht mehr auftaucht oder ein neuer hinzukommt. Dadurch ist es möglich, Zeiträume, in denen gewisse Ereignisse (insbesondere Sterbefälle und Hochzeiten, Zu-, Weg- und Umzüge) stattgefunden haben, auf wenige Jahre genau einschränken. Mit diesen "eingegrenzten Zeiträumen" kann man zum Beispiel beim Standesamt I in Berlin Dokumente anfordern.

Welche Adreßbücher in welcher Bibliothek zu finden sind, läßt sich auf der Internetseite von Klaus Liwowsky ermitteln.

nach oben

11. Telefonbücher

Bei eher seltenen Nachnamen kann man auch versuchen, Kontakt zu anderen Trägern dieses Namens aufzunehmen. Wie oft ein Name in einem Land vorkommt, kann man zum Beispiel mit Online-Telefonbüchern testen. Für Deutschland gibt es verschiedene Seiten im Netz, von denen aber die offizielle Telekomseite (www.teleauskunft.de) am aktuellsten ist. Ich fand auf diese Weise zum Beispiel einen Cousin vierten Grades, der mir erzählen konnte, daß mein Urgroßvater einen Bruder hatte. Um auf anderem Wege an diese Informationen heranzukommen, hätte es eines Besuches in Königshütte und einer aufwendigen Suche in den dortigen Kirchenbüchern bedurft. Vergleichbare Online-Telefonbücher gibt es auch in vielen anderen Ländern: Whowhere (USA), Anywho (USA), Australian Whitepages, Mediaglobe (Linkverzeichnis zu Telefonbüchern von verschiedenen Ländern), ... Leider existiert dergleichen nicht für Polen, wobei allerdings Telefone in privaten Haushalten (insbesondere auf dem Land) sowieso nicht so verbreitet sind.
Meinen weiteren Kontakte zu anderen Olawsky-Familien förderten bisher noch keine gemeinsamen Vorfahren zutage. Sollte ich in bezug auf "meine" Olawskys irgendwann mal in einer Sackgasse landen (verschollene Kirchenbücher, unvollständige bzw. falsche Angaben über den Geburtsort,...), dann besteht immer noch die Möglichkeit in den Orten der "anderen Olawskys" nach Vorfahren zu suchen.

nach oben

12. Quellen im Internet

Das Internet bietet uns Ahnenforschern heutzutage eine Menge Möglichkeiten, von denen man noch vor wenigen Jahren nicht zu trämen wagte. In Newsgroups und Mailinglisten kann Kontakt zu anderen Ahnenforschern aufgenommen werden, um Fragen zu stellen oder zu beantworten, um Probleme zu besprechen und über eigene Erfahrungen zu berichten. Ich selber bin begeistertes Mitglied der Mailinglisten für Familienforschung in Oberschlesien bzw. Familienforschung in Niederschlesien. Weiterhin gibt es neben meinem eigenen Forum "Ahnenforschung in Schlesien" weitere genealogische Suchseiten im Internet, wie zum Beispiel auf den Seiten von Ahnenforschung.net, und Foren regionaler Seiten, wie zum Beispiel bei Schlesien.de und SchlesienWeb.de.

Des weiteren gibt es verschiedene Seiten mit Suchmasken, auf denen man Informationen abrufen kann: nach oben

13. Diverse Quellen

Prinzipiell sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, um noch an weitere Informationen zu kommen. Im Falle eines Eduard Olawsky, der Oberlehrer bzw. Gymnasialprofessor in Lissa/Posen war, konnte ich teilweise seine Lebensdaten und näheres zu seinem Leben sogenannten Schulprogrammen des "Königlichen Gymnasiums zu Lissa" entnehmen. Weitere interessante Literatur findet sich in vielen Bibliotheken...

nach oben

Schlußbemerkung

Wie man nun der Reihe nach vorgeht, also welche Stellen man zuerst anschreibt oder aufsucht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Vieles kann man parallel machen. Am Anfang sollte jedoch ein gewisse Vorarbeit in der eigenen Familie geleistet werden (Punkt 1), da man den Archiven/Pfarrämtern/... möglichst genaue Informationen liefern sollte, um eine Anfrage erfolgreich zu gestalten.
(Am Anfang ging es mir auch so, daß ich einen Olawsky-Familienforscher in den USA anschrieb, der mir gleich einen Stammbaum zum Vergleichen schickte und nun auf meinen wartete. Ich mußte ihn auf später vertrösten. Daher: Erst einen Großteil der Daten in der eigenen Familie zusammentragen, bevor man andere Personen/Stellen kontaktiert.)
Bei manchen Anfragen, z.B. an den DRK-Suchdienst oder den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, sollte man genügend Informationen mitschicken, so daß die Suche Aussicht auf Erfolg hat. Diesbezügliche Informationen kann man sich vorher schon von der Deutschen Dienststelle (WASt) holen.
Es kann natürlich auch vorkommen, daß man aus Kirchenbüchern ein Datum erhält, mit dem man sich an ein Standesamt wenden kann. Im dort vorhanden Standesregister tauchen dann eventuell neue Daten auf, die man nun wieder in den Kirchenbüchern nachschlagen kann.

nach oben
letzte Änderung 12. Juli 2003; Gregor Olawsky